Einhandzwinge

Einhandzwingen dienen zum Anpressen von zu verleimenden Flächen. Bei der Einhandzwinge wird die Spannkraft durch das Betätigen des Einhand-Schnellspannhebels, auch Pumphebel genannt, im sogenannten Gehäuse erzeugt. Die Einhandzwinge hat gegenüber der Schraubzwinge, bei der die Spannkraft durch das Zudrehen einer mit Holzgriff versehenen Trapezgewindespinde erreicht wird, den Vorteil das eine Hand zum Halten und Fixieren von Bauteilen frei bleibt.
Bei Schraubzwingen ergibt sich oft auch das Problem, das sich die Druckplatte beim Festziehen der Spindel mitdreht und so dafür sorgt, das die Zwinge vom Werkstück abrutscht. Diesem Problem begegnet man bei der Einhandzwinge nicht.

Nachteil der Einhandzwinge gegenüber einer klassischen Schraubzwinge ist ein geringerer Anpressdruck, der aber für die meisten Verleimarbeiten ausreicht. Um diesen Nachteil zu begegnen gibt es Zwingen auf dem Markt, die über eine Einhand-Spannmechanik im Hebelgehäuse und eine eine Spindel verfügen. Die Spindel kann hierbei ohne die Hand umzusetzen bedient werden. Diese Modelle kombinieren die einfache Handhabung der Einhandzwinge und den hohen Anpressdruck der Schraubzwinge. Zum öffnen der Zwinge haben die Hersteller verschieden Systeme entwickelt. Die mit einer Spindel kombinierten Einhandzwingen werden zum lösen einfach aufgedreht, andere Modelle besitzen eine Lösetaste, durch die sich das Hebelgehäuse frei über den Gleitbügel verschieben lässt. Ein drittes Modell besitzt zum Öffnen einen Rückstellhebel, mit dem sich die Zwinge schrittweise öffnen lässt, was den Arbeitskomfort merklich erhöht. Einige Modelle ermöglichen dem Benutzer durch beispielsweise das Umdrehen des Gleitbügels oder das Umsetzen des Festbügels, auch das Spreizen von Bauteilen.

Große Spannflächen, die mit Schutzkappen aus Kunststoff ausgestattet sind, ermöglichen das Spannen von Werkstücken mit empfindlicher Oberfläche. Die in der Regel ergonomisch geformten Griffe lassen sich meist aus allen Position bedienen, was bei Schraubzwingen nicht der Fall ist. Durch ihre leichte Handhabung dient die Einhandzwinge manchmal auch als dritte Hand. Die Spannkraft von Zwingen wird in Newton (kurz N ) oder als Anpressdruck in Kilogramm (kurz kg) ausgedrückt.

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